17 Ziele für eine bessere Welt: #1 Überblick

Ich weiß ja nicht, wie es Euch ergeht – aber seit geraumer Zeit habe ich den starken Verdacht, dass ziemlich viel verdammt schief läuft in der Welt. Schlagzeilen fliegen umher, Nachrichten prasseln auf einen ein – und das sind meistens Katastrophennachrichten. Krieg und Gewalt, Flüchtlingsströme, Umweltzerstörung, Klimakrise, Rassismus, Menschenrechtsverletzungen, Ungerechtigkeiten, Pandemien, undundund. Die Liste will nicht enden. Wir haben die Aufgabe, die Welt in mindestens solch einem guten Zustand unseren Kindern zu übergeben, wie wir sie vorgefunden haben. Ich will wissen, wo wir stehen – und dabei helfen 17 Ziele.

17 Ziele, die Ordnung bringen

Man wird mit ziemlich vielen Schreckensnachrichten konfrontiert. Klar: die drei „K“ verkaufen sich gut: Katastrophen, Kriege und Krankheiten. Ist die Welt wirklich in solch einem schlechten Zustand? Haben wir – Politiker:innen, Wirtschaftsleute und Gesellschaften -, bei dem Ziel bereits versagt, unseren Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen? Haben wir bereits so viel kaputt gemacht, wie es den Anschein hat? Oder ist das alles gar nicht so schlimm und es gibt viele gute Entwicklungen, von denen wir nur nicht so viel mitbekommen? Das möchte ich herausfinden. Beruflich beschäftige ich mich ohnehin schon mit vielen dieser Themen – hier habe ich die Möglichkeit, das noch etwas systematischer zu machen. Bei all den Katastrophennachrichten kann man schon mal den Überblick verlieren. Aber es gibt einen Referenzrahmen, der Ordnung ins Durcheinander bringen kann – und das sind die Sustainable Development Goals, die SDGs, zu deutsch die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung oder einfach nur kurz: die 17 Ziele:

Was sind die 17 Ziele und von wem kommen die?

Die 17 Ziele wurden im Jahre 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen und gelten bis 2030. Alle 193 Staaten haben diesen Zielen zugestimmt, breiter kann die Zustimmung also eigentlich nicht sein. Die 17 Ziele sind Bestandteil der sogenannten Agenda 2030 und eine Weiterentwicklung der Millennium Development Goals (MDGs), die bis 2015 Bestand hatten. Die MDGs umfassten acht Ziele, die SDGs beschreiben 17 Ziele und haben jeweils noch mal zig Unterziele. Die MDGs richteten sich ausschließlich an die sogenannten Entwicklungsländer, die SDG richten sich an ALLE Länder. Und das ist ein ganz entscheidender Unterschied. Mit den SDGs sind alle Länder dieser Welt aufgerufen, ihren Beitrag zum Erreichen der Ziele zu leisten. D.h. alle Länder – auch Deutschland – müssen sich bewegen, alle Länder müssen einen Wandel einleiten. Und das ist im Vergleich zu den MDGs eine andere Denkrichtung. 

Die 17 Ziele decken eine gute Bandbreite des Lebens ab und berücksichtigen soziale, ökologische und ökonomische Elemente. Sie sollen weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Die 17 Ziele enthalten fünf Kernbotschaften:

  • Menschen stehen im Mittelpunkt 
  • Wohlstand fördern
  • Die Erde schützen
  • Frieden fördern
  • Partnerschaften aufbauen

Im einzelnen handelt es sich bei den 17 Zielen um:

  1. Armut beenden
  2. Ernährung sichern
  3. Gesundes Leben für alle
  4. Bildung für alle
  5. Gleichstellung der Geschlechter
  6. Wasser und Sanitärversorgung für alle
  7. Nachhaltige und moderne Energie für alle
  8. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle
  9. Widerstandsfähige Infrastruktur und nachhaltige Industrialisierung
  10. Ungleichheit verringern
  11. Nachhaltige Städte und Siedlungen
  12. Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen
  13. Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen
  14. Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen
  15. Landökosysteme schützen
  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
  17. Umsetzungsmittel und globale Partnerschaft schützen

Was möchte ich jetzt machen?

Die 17 Ziele wurden 2015 verabschiedet und gelten bis 2030. Wir haben jetzt 2021, also ungefähr Halbzeit – ein guter Zeitpunkt, mal zu gucken, wo wir stehen. In den nächsten Wochen und Monaten möchte ich mir die Ziele einzeln anschauen und gucken, wo wir stehen. Wo stehen wir weltweit und wo stehen wir in Deutschland? Welche negativen Entwicklungen sind zu verzeichnen aber auch: welche positiven Entwicklungen gibt es? Es soll also erst einmal um eine Bestandsaufnahme gehen. Ein zweiter Schritt wird sein zu gucken, was jede und jeder einzelne machen kann, um etwas zum Erreichen des Zieles beizutragen. Ganz nach dem Motto „Glokal“ – Global denken, lokal handeln. Dabei geht es mir nicht darum, dass jede und jeder immer alles machen und umsetzen muss. Vielmehr ist mir wichtig, das Überdenken des eigenen Tuns anzuregen und einige Möglichkeiten und Wege aufzuzeigen, wie man etwas zu dem Erreichen der Ziele beitragen kann. Ob dann etwas für den*die einzelne*n dabei ist oder ob man sich weiter informieren möchte, muss dann jede*r selber entscheiden.  

Glokal – Global denken, lokal handeln.

Ich muss mal entscheiden, ob ich die Ziele numerisch durchgehe oder ob ich priorisiere. Das weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall wird es hier entsprechende Artikel geben. Zudem werde ich auf meinem youtube-Kanal dazu passende Videos in der Reihe „Ansichtssachen glokal“ veröffentlichen. Wenn Du da keins verpassen möchtest, abonniere meinen Kanal

Ich weiß zwar noch nicht genau, wie die einzelnen Videos ausschauen werden, aber ich hab mir schon mal das notwendige Equipment besorgt und habe so einige Ideen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und würde mich freuen, wenn Du dabei wärst!

Mittlerweile ist das erste Video fertig geworden. Wie findet Ihr es? 

Beste Grüße,

Euer Martin

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