Erste Tour 2021: Camping Kautenbach in Luxemburg

Mit großem Interesse haben wir mitbekommen, dass die Campingplätze in Luxemburg geöffnet sind. Unter Berücksichtigung der Corona-Bestimmungen haben wir uns entschlossen, eine Oma über ein verlängertes Wochenende die Kinder beaufsichtigen zu lassen, so dass wir mal was anderes sehen konnten. Als Ziel haben wir uns den Campingplatz Kautenbach in den luxemburgischen Ardennen ausgesucht. Unterm Strich kann man sagen: Camping ist auch in Corona-Zeiten möglich – wir werden nicht das letzte Mal in Luxemburg gewesen sein…

Wir haben ein Wochenende erwischt, bei dem die Sonne nur so vom Himmel gelacht hat. So viel sei schon mal vorweg genommen: das Wochenende tat unheimlich gut. Ein Wochenende so etwas wie Normalität erleben, und das auch noch ohne Kinder – das war schon was ganz Feines. Luxemburg fährt eine etwas andere Corona-Politik. Beherbergungsbetriebe, also auch Campingplätze, sind geöffnet und auch Außengastronomie ist erlaubt. Luxemburg ist von uns aus in wenigen Stunden erreichbar – eine sehr gute Gelegenheit, mal wieder rauszukommen und die Saison 2021 beginnen zu lassen.

Natürlich schwang das Thema „Corona“ immer mit – aber letztendlich macht es für uns keinen Unterschied, ob man nun zu Hause keinen Kontakt mit anderen Personen hat, oder auf dem Campingplatz. Wir hatten nicht vor, großartig mit anderen zu sprechen oder in Kontakt zu kommen, von daher wollten wir mal schauen, wie sich Camping in einem anderen Land anfühlt, wenn zu Hause alles geschlossen ist. Letztendlich geht es ja um ein verantwortungsvolles und infektionspräventives Verhalten – und das kann man auch auf einem Campingplatz an den Tag legen.

Der Campingplatz Kautenbach

Als Ziel haben wir uns den Campingplatz Kautenbach ausgesucht, der in Nordluxemburg in den Ardennen liegt. Der Campingplatz wurde vor über 65 Jahren gegründet, liegt idyllisch an einem Flüsschen, hat neben vielfältigen Mietangeboten rund 150 Stellplätze und ist als ein ökologischer Campingplatz zertifiziert. Wir haben einen etwas längeren Hinweg in Kauf genommen, um die schönere Strecke durch die Eifel zu fahren. Insgesamt waren wir rund 3,5 Stunden unterwegs und kamen am Freitag Nachmittag an. Wir haben einen Platz am Wasser gewählt und buchten bis Sonntag Nachmittag. Wir haben für unseren Hätschi incl. zwei Erwachsene und den Stellplatz am Wasser für die 2,5 Tage 85 € bezahlt. Nicht gerade günstig, vielleicht ein bisschen überpreislich, aber das kann auch das allgemeine Preisniveau in Luxemburg sein. Der Campingplatz ist sehr sauber und gepflegt, was sich in der gesamten Anlage zeigt. Die Rezeption ist aufgeräumt, der Restaurant- sowie der Terrassenbereich einladend und der Sanitärbereich war stets sauber. Im Restaurant kann man für den Abend einige Gerichte zum Abholen bestellen, auf der Terrasse kann man tagsüber ein paar Snacks bestellen. Hier ein paar Fotos vom Campingplatz:

Schön ist ja immer, wenn man am Wasser stehen kann. Ob man nun Schiffe oder wie in unserem Fall Enten beobachten kann – es ist immer was los… Unserer Trudi hat die Wassernähe ebenfalls gefallen. Für sie gibt es nichts besseres, als wenn sie einen Stock aus dem Wasser holen kann. Einen Stock findet man immer, in jeglicher Größe kann damit gespielt werden und dem Frauchen/Herrchen gebracht werden. Hechelhechelhechel…

Wie schon erwähnt hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter. Wir hatten genau das Wochenende erwischt, bei dem die Sonne vom Himmel lachte und sommerliche Temperaturen bescherte. So konnten wir in der Sonne mal entspannt gar nichts tun und uns – wie es Constanze so treffend sagte – von der „Beschwerlichkeit des Seins erholen“. 

Trotzdem wollten wir uns etwas natürlich etwas bewegen, nicht umsonst haben wir unsere Räder mitgenommen. Allerdings sind wir nur zum nahe gelegenen Dörfchen Kaltenbach gefahren. Zum einen hatten wir keine große Lust, eine größere Tour zu fahren, zum anderen wäre es für Trudi vielleicht zu viel geworden. Unser Ziel war das Café bzw. das Restaurant. In Luxemburg ist die Außengastronomie geöffnet. Normalerweise eine Selbstverständlichkeit, in Coronazeiten eine Besonderheit, draußen an der frischen Luft mir anderen Gästen an Tischen, einen Kaffee oder ein Bier zu trinken. Welche Lebensgefühl…

Abschließend lässt sich sagen, dass Camping in Coronazeiten aus unserer Sicht durchaus machbar ist. Die Campingplätze haben ihre Konzepte erarbeitet und erprobt, die Besucher*innen sind die Maßnahmen mittlerweile gewohnt und halten sich daran. Wir hatten zu keiner Zeit einen Risikobegegnung. Ganz im Gegenteil. In unserem Alltag kommt es durch Einkauf und dergleichen immer wieder zu Kontakten, auf dem Campingplatz/im Wohnmobil hat man alles dabei und man kann unter sich bleiben. Kontakte sind nicht notwendig. Von daher finde ich es schade, dass die Politik nicht differenziert und dass viele Campingplatzbetreiber*innen dadurch existentielle Ängste haben müssen. Wir werden solche Wochenende bestimmt wiederholen, sollte es gestattet und uns möglich sein. Letztendlich muss jede und jeder selber das Risiko einschätzen und schauen, welches Gefühl man hat. Hier noch ein zusammenfassendes Video unseres Aufenthalt:

Beste Grüße, Martin

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