Hätschi wird für 2020 gepimpt

Wir hatten ja so unsere Probleme, Hätschi aus dem Winterschlaf zu bekommen. Die Starterbatterie hatte sich entladen, die Motorhaube ließ sich nicht öffnen und rausrangieren aus dem engen Scheunenplatz ging auch nicht (s. Blogbeitrag). Glücklicherweise ließ sich die Batterie über den Zigarettenanzünder laden und so ging es dann wieder raus an die frische Luft. Damit konnten die Investitionen für die Saison 2020 in Angriff genommen werden, um Hätschi etwas zu pimpen…

Neue Reifen

Als erstes mussten neue Reifen her. Hätschi fuhr seit Jahren auf Winterreifen, die mit der Zeit ein sogenanntes Sägezahnprofil aufwiesen. Dadurch hatten wir nicht nur unheimliche Fahrgeräusche im Innenraum, sondern auch die Fahreigenschaften wurden immer schlechter. Also ab zum Reifenhändler. Ich wollte eigentlich Allwetterreifen haben, aber für unsere Reifengröße 185R15C gibt es tatsächlich nur noch einen Sommerreifen und einen Winterreifen. Und da ich keinen Winterreifen mehr wollte, war die Entscheidung recht einfach – sechs Sommerreifen wurden flott bestellt. Was ein vernünftiges Profil so ausmacht: nur noch die Motorgeräusche sind zu hören!!! Unglaublich! Das ist also schon mal eine feine Sache.

 

Neue Solaranlange

Als nächstes musste eine neue Energieversorgung her. Wie schon in einem vorherigen Blogeintrag geschrieben, hat ein Vorbesitzer ziemlich rumgeflickelt, was sich als eine gefährliche Nummer herausstellte. Es wurden drei (!) Aufbaubatterien á 95 Ah parallel geschaltet und mit Boxenkäbelchen verbunden. Die Folge war, dass ein Kabel bereits durchschmorrte. Es musste also alles raus und eine vernünftige Solaranlage mit entsprechender Batteriekapazität sollte her, um bei unserem Verbrauch und Urlaubszeiten von März bis Oktober möglichst autark und nicht mehr auf externe Stromversorgung angewiesen zu sein. Letztes Jahr habe ich daher schon für Anfang April einen Termin bei GNS-Reisemobiltechnik in Mönchengladbach vereinbart. Guido hat wie gewohnt gut beraten und so bekam Hätschi zwei Black-Contact Solarmodule á 110 W spendiert. Diese sollen die leistungsstärksten der Welt sein! Kann ja nicht schlecht sein. Hinzu kamen 2 Bleibatterien á 95 Ah und ein Batteriecomputer von Votronic. Das Ablesen des Verbrauchs, des Ladestroms und der Kapazität ist mir wichtig. Zudem wurde die komplette Verkabelung mal ordentlich und professionell gemacht und die Satellitenschüssel wurde auch entfernt. Campen ist fernsehfreie Zeit. Und so sieht das Ganze jetzt aus:

 

Neues Soundsystem

Eine letzte Sache sollte für 2020 noch realisiert werden. Und zwar brauchten wir eine neue Soundanlage. Das verbaute Radio hatte noch Cassette, aus den Lautsprechern kam nur blecherner Klang und der Radioempfang war – sagen wir – suboptimal. Wir haben uns mit einer Boom-Box beholfen, was Ok war, aber ich höre halt gerne Radio und ich wollte ein ordentliches Klangerlebnis auch mit den Fahrgeräuschen im Wohnmobil. Also sollte auch hier einer ran, der Ahnung von der Materie hat. Ich landete bei der Firma Krume in Aachen, die mich beriet und den Einbau übernahm, ich sorgte für die Hardware. Zunächst wurden die Türen des Fahrerhauses gedämmt. Dann wollte ich ein DAB+-Radio mit Spotify-Unterstützung, Freisprecheinreichtung und CD-Player (man weiß ja nie…). Ich weiß nicht, wie viele Radios ich mir wie viele Stunden im Internet angeschaut habe. Es waren viele. Gefühlt habe ich mir jedes einigermaßen passende angeschaut. Letztendlich gekauft habe ich mir das JVC KD-DB902BT. Damit wir auch vernünftig abfeiern können und wir einen vollen Klang haben, wollte ich auch noch einen Subwoofer haben. Es ist der Pioneer TS-WX130DA geworden, der mir aufgrund der Spezifikationen und Bewertungen passend erschien. Und was soll ich sagen: Wahnsinn. Nicht nur, dass durch die Dämmung die Fahrgeräusche merklich abgenommen haben, auch die Anlage macht das was sie soll: Radau. Aber das nicht übermäßig. Ich bin schließlich keiner, der mit seinem GT auf dem Parkplatz von McDonalds abhängt. Aber wir haben jetzt Musikgenuss. Das liegt auch an dem richtigen Anschluss der Boxen. Auch hier hat ein Vorbesitzer – man kann es nicht anders sagen – stümperhaft gearbeitet. Wir fanden einen einzigen Kabelsalat vor und Weichen, die die Hoch- von den Tieftönen trennen, waren nicht eingebaut. Kein Wunder, dass da nur Blech rauskam. Die Boxen an sich sind gut. Jetzt steht dem Cruisen mit vernünftiger Musik nichts mehr im Weg.

 

Nicht ganz preiswert – aber alles hat sich gelohnt!!!

Die einzelnen Maßnahmen waren natürlich nicht ganz preiswert, aber alles hat sich gelohnt. Reifen sind nix besonderes – die müssen mal her -, aber die Solaranlage lässt nach den ersten zwei Touren vollkommene Autarkie erhoffen und jedes Mal, wenn ich Musik höre, habe ich ein Lächeln im Gesicht. Wunderbar. Ich selber hätte die Arbeiten nicht übernehmen können. Angesichts des Kabelsalats hätte ich noch nicht einmal das Radio einbauen können und von einer Weiche habe ich vorher auch nichts gehört. Und angesichts der fehlerhaften, stümperhaften, ja sogar gefährlichen Umbauten eines Vorbesitzers kann ich nur sagen: wenn man wirklich nicht weiss, was man da macht, soll man lieber die Finger davon lassen, und Leute dran lassen, die was von der Materie verstehen. Auch wenn es was kostet und man nicht das Gefühl hat, etwas selber gemacht zu haben. Dafür ist das Ergebnis top und man weiss, dass alles vernünftig gemacht wurde.

In diesem Sinne: die Touren 2020 können kommen!!!

2 Gedanken zu „Hätschi wird für 2020 gepimpt

  • Juni 2, 2020 um 6:23 pm
    Permalink

    Hallo
    Und zufrieden mit der arbeitsqualität der Firma GMs?
    Ansonsten ein schöner Camper.
    Viel Spaß beim Reisen.
    Gruß Andy

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    • Juni 2, 2020 um 7:27 pm
      Permalink

      Hi Andy!
      Im Prinzip ja. Guido hat gut beraten und Peter hat sauber gearbeitet. Er mag solche alten Schätzken. 😉 Verglichen mit dem, wie es vorher aussah, ist es ein himmelweiter Unterschied. Professionelle Umsetzung. Das einzig blöde ist, dass die Panels direkt vor der Leiter angebracht wurden. Das war unnötig. Ansonsten bin ich rundum mit dem Paket und der Arbeit zufrieden. Der Preis für die Solaranlage war gut, den Rest fand ich etwas überteuert. Hatte aber keinen Vergleich. Die Solaranlage war jetzt 1x im Einsatz und Ruckzuck war ich wieder bei 100%. Hatten aber auch wenig Verbrauch und die Sonne knallte. GNS in Mönchengladbach kann ich empfehlen.
      Gruß zurück und ebenfalls viel Spaß beim Reisen!
      Martin

      Antworten

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