Street Photography

Street Photography oder Straßenfotografie fasziniert mich, seitdem ich mich näher damit beschäftige. Ich bin froh, dass ich dieses Genre gefunden habe, war es dahin doch ein längerer Weg.

Schon als Jugendlicher habe ich gerne fotografiert und habe mich in den folgenden Jahren immer gerne an für mich schönen Bildern erfreut – an fremden wie eigenen. Zur Kommunion habe ich eine ganz gute analoge Kamera bekommen, die mich viele Jahre begleitet hat. In der Folge habe ich mir immer ganz gute digitale Kompaktkameras zugelegt, mit denen ich viel und gerne fotografiert habe. Ich habe mich aber nie mit der Kameratechnik als solche beschäftigt. Das war mir lange Jahre zu kompliziert und ich wollte mich da nicht reinfuchsen. Blende, ISO, Belichtungszeit, Brennweite, Tiefenschärfe, das waren alles böhmische Dörfer für mich. Obwohl es ja dann doch eigentlich ganz einfach ist. Auf jeden Fall kam irgendwann mal der Zeitpunkt, an dem ich mehr erfahren wollte und ab dem ich mich mehr mit Fotografie beschäftigen wollte – ja, sie zu meinem Hobby machen wollte.

Ich habe mir dann eine Spiegelreflexkamera gekauft, die Canon 750 D, mit der ich weiterhin zufrieden bin. Ich brauche keine Vollformat-Kamera mit zig Objektiven für mehreren tausend Euro. Zumindest derzeit nicht. Als Standardausrüstung habe ich mir das 18-135 mm Objektiv, ein Weitwinkel- und das 50 mm Festbrennweitenobjektiv geholt. Damit wurden die Fotos von der Qualität schon mal wesentlich besser. Aber es stellt sich dann doch die große Frage: Was möchte ich überhaupt verstärkt fotografieren???

Vieles reizt mich weniger zu fotografieren

Fotografiert man gerne Landschaften? Oder Insekten und Blumen? Oder Tiere im Allgemeinen? Oder sollen es Porträts sein? Oder soll man sich auf ein Lieblingsmotiv stürzen? Ich konnte einiges relativ schnell ausschließen. Richtig tolle Landschaften gibt es nicht überall  auf der Welt und die meisten Landschaftsfotografien finde ich langweilig, es sei denn sie sind richtig geil gemacht. Makrofotografie ist ganz nett, aber irgendwie keine besondere Herausforderung. Inszenierte Porträts mit einem Modell sind  mir zu zeitaufwendig und mit zu vielen Investitionen verbunden.  Und gute Porträts sind natürlich auch verdammt schwierig umzusetzen. Auch hatte ich relativ schnell für mich klar, dass ich mich nicht mit all der Technik übermäßig beschäftigen möchte und ein Foto dahingehend „gestalten“ möchte.  Ich möchte wissen, was ich mache. Klar. Und das Foto soll von der Belichtung so sein, wie man es möchte. Aber Technik generell kann man lernen. 

Ein Foto soll eine Geschichte erzählen

Was mich interessiert sind Personen und Szenen, die das Leben schreiben. Oder auch auf der Straße vorfindbare Objekte oder Strukturen, die speziell sind. Das alles kann alles mögliche sein aber es muss etwas Besonderes haben oder darstellen. Dieses erst einmal zu sehen, hat für mich etwas mit Wahrnehmung und Achtsamkeit zu tun. Jede Person nimmt ihre Umgebung subjektiv wahr und selektiert nach ihren Parametern. Lässt man fünf Menschen eine Straße aus einem erhöhten Fenster drei Minuten lang beobachten – die Berichte, was jeweils gesehen und als wichtig erachtet wurde, unterscheiden sich immens. Und so nehme ich halt auch meine Umgebung wahr. Ich möchte achtsam durch die Welt gehen und Situationen/Momente/Menschen wahrnehmen, die für mich besonders sind, die eine Geschichte erzählen. Das finde ich unheimlich spannend. Wenn ich die dann noch mit der Kamera festhalten kann, ist das erst einmal eine wie ich finde tolle Beschäftigung, die Spaß macht. Das Foto wird dann hoffentlich eines, an das ich mich lange erfreuen kann und mit dessen Hilfe ich mich an die jeweilige Situation erinnern kann. Vielleicht finden andere die einzelne Bild-Geschichte ja auch noch interessant.

Street Photography und mein Equipment

Ich habe mich dann etwas schlau gemacht und das Ganze nennt man anscheinend Straßenfotografie oder Street Photography. Es gibt natürlich auch viele Fotografen, die in dem Bereich unterwegs sind und wirklich fantastische Fotos gemacht haben bzw. machen. An erster Stelle wird immer Henri Cartier-Bresson genannt, der als der Vorreiter der Street Photography gilt. Neben Gruppierungen und eher unbekannteren Straßenfotografen, denen ich auf Facebook und Flickr folge, finde ich bspw. die Arbeiten von  Elliott ErwittSiegfried Hansen oder Brigitte Kraemer super. Das Buch Streetfotografie von Mario Cuic, Siegfried Hansen et al. finde ich klasse und inspirierend. Also wer sich mal ein Bild machen möchte… Ich habe mir dann nach langer Suche die Canon G7X Mark II gekauft (s. Blogbeitrag), die ich immer mal wieder mitnehmen möchte. Zudem ist das Handy immer in der Tasche. Mal sehen, inwiefern die Spiegelreflexkamera zum Einsatz kommen wird.

Ich bezeichne mich als ambitionierten Hobbyfotograf. Ich hoffe, dass ich zukünftig die Zeit und die Muße finde, mich verstärkt der Straßenfotografie widmen zu können, so dass hoffentlich viele Einträge in dieser Kategorie zu finden sein werden.

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