Unterwegs in Kenia

Im September war ich knapp drei Wochen in Kenia unterwegs. Es ging wieder mit Geographiestudierenden der Uni Köln auf große Exkursion – nach Südafrika 2016 nun nach Kenia. Wir haben für sie relevante Themen mit der Arbeit von MISEREOR-Partnern vor Ort verbunden. Am Ende der Reise habe ich einige Tage in Mombasa dran gehangen, um mich von der Straße treiben zu lassen – im Sinne der Street Photography sollten ein paar Fotos mit nach Stolberg gebracht werden.

Es war mal wieder ein sehr spannender und intensiver Trip, der uns von Nairobi über Nanyuki und Embu am Mount Kenya nach Mombasa brachte. Wir hatten ganz unterschiedliche Themen auf dem Programm. Es ging beispielsweise um berufliche Bildung, städtische Entwicklung/Recht auf Wohnen, Frieden, Landwirtschaft, Wasser oder schulische Bildung. Wer die Exkursion etwas nachverfolgen möchte, kann dies bei Instagram unter kenia_exkursion_2019 machen. 

In Nairobi

Vor einer Reise hört man von den meisten so etwas wie: „Boah, Kenia! Das wird aber eine tolle und schöne Reise. Das kannst Du ja genießen.“ Klar, eine Reise nach Kenia ist immer oder häufig toll und schön, aber in erster Linie ist solch ein Trip anstrengend. Insbesondere Nairobi war für die Studierenden und für uns als Begleitpersonen eine Herausforderung. Neben der Betreuung der Gruppe und der Stadt als solche mit dem immensen Verkehr, der Lautstärke und den Gerüchen, muss man natürlich auch die Erfahrungen in den (umgangssprachlich) Slums, bzw. (entwicklungspolitisch) informellen Siedlungen oder (von den Bewohner*innen) einfach nur „peoples settlements“ verpacken. Grenzerfahrungen für einige Studierende. Aber wir haben in diesen menschenunwürdigen Lebensbedingungen auch immer starke Persönlichkeiten kennen gelernt, die für Ihre Rechte kämpfen und die sich für ein lebenswertes Leben einsetzen.

Menschen in Kenia

Immer wenn ich in afrikanischen Ländern bin, steckt mich die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen an. Ich werde dadurch irgendwie „leichter“ und habe das Gefühl, ich strahle mehr – sowohl innerlich wie äußerlich. Ich freue mich immer auf die Begegnungen und Beziehungen mit Menschen, mit denen ich durch meine Arbeit direkt zu tun habe, oder die ich zufällig treffe. Ich erhoffte mir, dass ich einige dieser authentischen Menschen und Begegnungen fotografisch festhalten konnte. Hier eine Auswahl von Porträts, für die ich mal mehr mal weniger Zeit hatte:

In Mombasa

In den letzten drei Tagen meines Keniaaufenthaltes in Mombasa war ich relativ lange auf den Straßen unterwegs. Ich wollte mit offenen Augen bewusst die Stadt aufnehmen. Achtsam sein, wie man heutzutage so schön sagt. Ich bin froh, dass ich mir diese Zeit genommen habe. Zum einen kam ich so etwas runter von den vorherigen Wochen und zum anderen wäre mir so einiges entgangen:

Spannend und architektonisch interessant fand ich auch die Altstadt Mombasas, auf die ich mich im Vorfeld sehr gefreut habe, die ich mir allerdings größer vorgestellt habe. Im Grunde gibt es lediglich zwei größere Straßen, die durch mehrere kleine Gassen miteinander verbunden sind. Imposant ist natürlich die Festung Fort Jesus, die direkt am Ufer von den Portugiesen 1593 erbaut wurde. Fotografisch für mich interessanter waren aber die vielen anderen bemerkenswerten Häuser, die teilweise von Pflanzen überwuchert waren und bei denen man unsicher war, ob die Häuser bewohnt sind oder nicht.

Die Zeit in Kenia war unheimlich dicht. Wir hatten mit der Gruppe ein volles Programm, sehr viele tolle Momente mit sehr wertvollen Begegnungen und Erfahrungen, die das Leben begleiten werden. Der Alltag holt einen immer viel zu schnell ein – da helfen auch die paar freien Tage am Ende nicht. Zeit zum Reflektieren stellt sich erst nach und nach ein, mir helfen da immer Fotos…

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