Zum Vatertag an den Mittelrhein – Campingplatz Loreleystadt in Zeiten Coronas

Endlich konnte die Saison 2020 beginnen! Die Coronasituation ließ es zu, dass Campingplätze autarke Wohnmobile aufnahmen. Und so ging es mit unserem Wohnmobil Hätschi über Vatertag an den Rhein zur Loreley. Wir waren gespannt auf den Campingplatz Loreleystadt und wie eingeschränkt wir sein werden aufgrund der Coronabestimmungen. Letztendlich waren wir überrascht…

Zunächst ging es nach Nöthen in die Eifel, um einen Freund abzuholen. Es wurde gegrillt und übernachtet – am nächsten Tag ging es dann durch die Eifel und über die Mosel weiter Richtung Rhein, ehe wir am Campingplatz Loreleystadt ankamen. Im Vorfeld mussten wir einige Formulare und Statements unterschreiben, die gewährleisten sollten, dass wir nicht Corona-infiziert sind, so dass ein sicheres Campen möglich ist und bleibt. Die Coronabedingungen wurden also durchaus sehr ernst genommen. Und dies zeigte sich schon beim Eingang des Campingplatzes:

 

Wir wurden dann auch von der Besitzerin Isolde Hemmer abgeholt und in unserem Platz eingewiesen. Wir standen zwar in zweiter Reihe, aber dadurch, dass der 120 Platz fassende Campingplatz ohnehin nur mit 80 Wohnmobilen/-wagen besetzt wird, hatte man mehr als ausreichend Platz und einen tollen Blick auf den Rhein.

Bei bestem Wetter konnte dann der Vatertag beginnen. Der Grill war schnell aufgebaut und das Bier schnell geöffnet.

Ruhiger Campingplatz direkt am Rhein

Der Campingplatz besticht durch die Lage unmittelbar am Rhein und durch den gewachsenen Baumbestand. Loreleystadt wird in Familientradition geführt – und das merkt man. Die Atmosphäre ist sehr angenehm familiär und der Platz ist nicht nur bei den Sitzgelegenheiten liebevoll gestaltet. Es gibt eine kleine Kneipe, die aufgrund von Corona geschlossen war und auch in den Sitzgruppen habe ich keinen gesehen. Vielleicht waren auch diese nicht zugänglich. Brötchen und auch verschiedene Frühstücksvarianten konnten aber bestellt werden Die Corona-Abstände wurden locker eingehalten, so blieb man unter sich und unterhielt sich auf Entfernung mit seinen Nachbarn. 

Wie gesagt: es wurde sehr auf die Corona-Bestimmungen und die Einhaltung des entsprechenden Konzeptes geachtet. Was ein wichtiges Argument für die Buchung war: die Sanitäranlagen waren geöffnet. Man konnte duschen und zur Toilette gehen. Dafür hat sich Frau Hemmer ein System ausgedacht. Es gab farbige Steine zur Sanitäranlagennutzung. Zwei weiße und zwei rote jeweils für Männlein und Weiblein. 

Für Kinder und Jugendliche hat der Campingplatz allerdings nicht viel zu bieten. Man kann Fahrrad fahren und die Rasenfläche nutzen und … das war´s.  Aber für Kinder- und Jugendbespaßung ist der Campingplatz auch nicht gedacht. Vielmehr kann man in Ruhe den Rhein mit vorbeifahrenden Schiffen betrachten, das ein oder andere Bierchen oder Wein trinken und einfach nur entspannen. Und leider dürfen auch grundsätzlich keine Hunde mehr mit auf den Platz genommen werden. Da haben sich wohl einige Hundebesitzer daneben benommen. Ausnahmen werden wohl noch gemacht, also fragen kann man… Die Loreley ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen – direkt am Campingplatz führt am Rhein ein Weg entlang, der einen nach gut 15 Minuten zur Loreley führt. Und da ging es dann auch hin.

Loreley und Loreleyfelsen

300 Stufen hoch geht es zum Loreleyfelsen. Wie auf einem Schild angekündigt, haben wir uns auf 30 Minuten Treppensteigen eingestellt – glücklicherweise ging es dann doch erheblich flotter. Entweder sind wir so dermaßen fit oder die Zeitangabe ist bewusst etwas hochgegriffen… Etwas anstrengend ist der Aufstieg zum Aussichtspunkt. Der Blick lohnt sich aber. Oben angekommen wartet ein netter Biergarten, der Kaffee, Kuchen, Speisen und Getränke anbietet.

Wenn man am Mittelrhein ist, dürfen Flammkuchen und Wein nicht fehlen. St. Goarshausen ist ein nettes Örtchen und auch die Gaststätten hatten – wenn auch beschränkt – mit Coronabestimmungen geöffnet.

Fazit: Camping macht auch zu Zeiten Coronas Spaß

Für alle war der Aufenthalt kurz nach den Coronalockerungen ein Test und man merkte, dass alle etwas nervös waren. Unterm Strich muss man sagen, dass alles super funktioniert hat. Der Campingplatz Loreleystadt hat ein gutes Konzept ausgearbeitet, an das sich jeder gehalten hat. So war von Corona nichts zu merken und es konnte „normal“ gecampt werden. Hoffen wir mal, dass dies so bleibt und keine zweite Welle uns Mobilisten einen Strich durch die Urlaubsplanung macht.

Ich kann den Campingplatz Loreleystadt nur empfehlen. Wer einen ruhigen Platz zum Entspanen direkt am Rhein in einer traumhaften Gegend sucht, der ist hier gut aufgehoben.

Wie gesagt, haben wir nur gute Erfahrungen mit dem Campingplatz gemacht. Aber scheinbar hatten so einige ihre Probleme mit der Besitzerin. Die negativen Bewertungen, die man bei google-maps einsehen kann, werden zwar alle entkräftet, aber es sind doch recht viele. Auf jeden Fall sollte man die richtigen Ausweisdokumente für alle dabei haben und Hunde sind generell nicht mehr erlaubt – es werden da aber Ausnahmen gemacht. Ansonsten wird wohl viel Wert auf deutsche Bürokratie gelegt… 😉

Wie dem auch sei. Hier noch unsere Tour in bewegten Bildern. Wenn Du über weitere Touren auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere meinen youtube-Kanal.

 

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